Viele von Ihnen werden das Wort Schlafhygiene schon einmal gehört haben – doch kennen Sie auch seine Bedeutung?

Schlafhygiene?

Der Begriff Schlafhygiene setzt sich aus zwei bedeutenden Wörtern zusammen: Schlaf und Hygiene – es sind zwei doch sehr elementare Begriffe, die für das menschliche Dasein von großer Bedeutung sind. Und doch hat das Wort Hygiene hier nicht (nur) die Bedeutung von körperlicher Reinlichkeit, sondern eine Reinlichkeit des Geistes, des Denkens und des einfachen “Weglassens ” von bestimmten Dingen aus dem Bett bzw. aus der Schlafenszeit.
Es geht hier nicht darum, dass man doch vor dem Zubettgehen noch schnell duschen geht oder sich die Zähne putzt (was aber sicher ein angenehmes Gefühl  und auch empfehlenswert ist) – mit dem Begriff Schlafhygiene meint man bestimmte Verhaltensweisen, die die Schlafqualität sowie die Schlafquantität eines Jeden verbessern soll.

Sie leiden unter Schlafstörungen?

Wenn Sie Schlafprobleme, Ein-oder Durchschlafstörungen haben, sollten Sie auf folgende Verhaltensmaßnahmen achten:
- Vermeiden Sie ausgiebigen Kaffeekonsum oder den Genuss koffeinhaltiger Getränke. Trinken Sie keine Cola, keinen Kaffee oder Energydrinks am Nachmittag. Koffein kann sich unter bestimmten Voraussetzungen im Körper kumulieren oder die anregende Wirkung kann verzögert eintreten, so dass der Energiekick erst am Abend kommt.
-Auch alkoholische Getränke wie zum Beispiel Sekt regen oft das gesamte Kreislaufsystem an und können dadurch den Schlaf negativ beeinträchtigen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, nach einem Bierchen am Abend besser einschlafen zu können: Das Gefühl trügt, denn die Schlafqualität wird durch Alkohol stark verschlechtert.
-Versuchen Sie, regelmäßige Bettzeiten einzuhalten. Dabei geht es nicht um ein paar Minuten, sondern es kommt darauf an, dass Sie jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gehen. Also nicht an einem Abend um 20:00 Uhr ins Bett fallen und am nächsten Abend um 23:30 Uhr…
-Gewöhnen Sie sich bestimmte, für Sie positive Einschlafrituale an. Das kann ein beruhigendes Entspannungsbad am Abend sein oder auch einfach ein ruhiger Ausklang des Tages auf dem Sofa sitzend und den Kerzenschein betrachtend. Eine nette (nicht zu aufregende) Unterhaltung, ein kleiner Spaziergang um den Block oder ein gutes Buch (achten Sie darauf, dass es nicht zu spannend ist) können ebenso für einen entspannten Tagesabschluss stehen wie ein paar Yoga -Übungen.
-Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie keine Arbeit und auch keinen Laptop mit ins Bett nehmen! Auch Lesen sollten Sie nicht im Bett – genauso wenig wie Fernsehen! Das Bett sollte nur zum Schlafen genutzt werden..
-Vermeiden Sie fettreiche oder stark zuckerhaltige Speisen am Abend! Fettreiche Kost liegt meist lange im Magen, man fühlt sich unwohl. Außerdem kann es bei magenempfindlichen Personen zu Sodbrennen kommen. Stark gezuckerte Speisen geben auch meist einen Energiekick – und den will man ja beim Einschlafen eher nicht verspüren.
-Heizen Sie den Schlafraum wenig, schlafen Sie eher kühl. Sorgen Sie für ein angenehmes Raumklima und achten Sie auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit! Außerdem sollten Sie auf eine Möglichkeit zur Abdunklung des Schlafzimmers achten! Licht reduziert die Melatoninbildung, die für einen gesunden Schlaf notwendig ist.
-Und wenn Sie doch einmal wach liegen: Machen Sie sich keinen Stress und schauen Sie nicht dauernd auf die Uhr! Unnötige Aufregung entsteht, man denkt an die nur noch wenig verbleibenden Stunden zum Schlafen, denkt an den morgigen Arbeitstag und wie müde man wieder sein wird. Dadurch steigt die innere Unruhe und der Stresspegel steigt, man wird nur noch wacher statt müder. Durchbrechen Sie diesen Teufelskreis! Atmen Sie tief durch und achten Sie einfach nur auf ihre Atmung – Sie werden nach einiger Zeit bemerken, wie Sie innerlich wieder ruhiger werden und die Müdigkeit wird wie von Selbst eintreten.
-Vermeiden Sie den Gebrauch von Schlafmitteln! Rezeptpflichtige Schlafmittel machen meist nach einer bestimmten Einnahmedauer abhängig! Außerdem können Sie zu einem gefährlichen Hangover führen! Pflanzliche Medikamente wie zum Beispiel Baldrian, Melisse oder Hopfen und Lavendel oder auch der Gebrauch von homöopathischen Mitteln gegen Schlafstörungen sind dagegen so gut wie ohne Bedenken anwendbar.

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