Unter Mumps versteht man eine ansteckende Virusinfektion, die die Speicheldrüsen, aber auch andere Organe befallen kann. Andere Namen für Mumps sind auch der “Ziegenpeter” oder Tölpel”.
Mumps gehört zu den typischen Kinderkrankheiten, da sie – einmal durchgemacht -  meist eine lebenslange Immunität aufweist. Die Infektion ist in der Regel eine gutartige Erkrankung, die Folgeschäden können allerdings zu schweren Komplikationen und Dauerschäden wie z.B. Hörschäden, Gehirnhautentzündung oder Sterilität ( bei Jungen ) führen.
Der Erreger der Infektion ist das Mumpsvirus aus der Familie der  Paramyxoviridae. Die Erkrankung tritt hauptsächlich in der Herbst- und Winterzeit auf und endet sehr selten tödlich.
Mumps kommt auf der ganzen Welt vor und befällt hauptsächlich Kinder, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
Vor der Einführung der allgemein empfohlenen Schutzimpfung erkrankten viele der  Kinder zwischen dem 2. und 16. Lebensjahr -  Jungen häufiger als Mädchen.
Die Mumpserkrankung verläuft generell umso schwerer, je älter man ist. Seit Einführung der Schutzimpfungen ging die Häufigkeit der Erkrankung jedoch stark zurück, jedoch hat die zunehmende Impfmüdigkeit international wieder zu einem Anstieg der Erkrankungsfälle geführt.

Wie kann man sich infizieren?
Die Übertragung erfolgt vor allem aerogen durch die Tröpfcheninfektion, selten durch mit Speichel kontaminierte Gegenstände. Die mögliche Virusausscheidung in Muttermilch und  Urin hat fast keine Bedeutung für die Übertragung der Infektion.

Wer sollte geimpft sein?
Wann wird geimpft?
Für die Impfung steht ein  Lebendimpfstoff zur Verfügung.
Generell wird eine Schutzimpfung mit einer trivalenten Vakzine gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfstoff) empfohlen.
Die erste Impfung sollte zwischen dem 12. und dem 15. Lebensmonat durchgeführt werden. Die zweite MMR-Impfung sollte dann im Alter von 15 bis 23 Monaten,  spätestens aber bei der Schuleingangsuntersuchung erfolgen. Eine Altersbegrenzung existiert allerdings nicht. Arbeitsmedizinische Impfindikationen bestehen für ungeimpfte oder empfängliche Personen in der Pädiatrie, in Kindereinrichtungen und Kinderheimen.
Als Impfreaktionen können gelegentliche Schwellungen der Ohrspeicheldrüsen auftreten sowie Fieber und Hautausschlag.

Die Erkrankten sind drei bis  maximal sieben Tage vor Ausbruch der Erkrankung bis in die frühe Rekonvaleszenzzeit, meist aber nur bis zum neunten Tag nach Ausbruch der Erkrankung infektiös.

Die Inkubationszeit liegt zwischen 12 – 25 Tagen.

Die Symptome können sich inEntzündungen der Speicheldrüsen mit Fieberschüben äußern. Aber auch andere Drüsen des Körpers können betroffen sein. Folgen der Mumpserkrankung können Innenohrschwerhörigkeit, Pankreatitis oder Mastitis sein. Auch eine Sterilität kann auftreten.

Eher seltene Komplikationen sind: Thyreoiditis, Myelitis, Myokarditis oder Arthritis.Mumps  führt in der Regel zu lebenslanger Immunität; Zweiterkrankungen sind aber möglich.

In der Schwangerschaft kann Mumps, vor allem wenn er während des 1. Trimesters auftritt, zu Spontanaborten führen.
Die Dauer der Erkrankung beträgt in der Regel 3–8 Tage. Mit zunehmendem Lebensalter werden schwere Verlaufsformen, z.B. Manifestationen am ZNS, häufiger.

Mumps ist eine meldepflichtige Erkrankung!

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