Ein Schenkelhalsbruch tritt typischerweise bei Frauen jenseits der 65 auf – aber auch die Männer bleiben von den unangenehmen Frakturen nicht unbedingt verschont.
Was genau ein Schenkelhalsbruch ist, wie er unterschieden wird und wie die Behandlungsmöglichkeiten sind, werden Sie hier näher erfahren.

Bei einer Schenkelhalsfraktur handelt es sich um einen Bruch des Halses im Bereich des Oberschenkelknochens – meist sind Frauen infolge einer Osteoporose betroffen, aber auch Männer bleiben leider nicht von den teilweise schmerzhaften Brüchen verschont.

Da der Oberschenkelhals der stabilste Knochen im menschlichen Körper ist, stellt sich zuerst die Frage: Wie kann ein solch robuster Knochen eigentlich brechen?

Das kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel bei Frauen die gefürchtete Osteoporose ( kommt auch bei Männern vor ), verschiedene Tumore der Knochen oder auch Stürze oder Unfälle, bei denen der Knochen einer solch starken Belastung ausgesetzt ist, dass er bricht.

Bei den Brüchen unterscheidet man zwischen dem lateralen und dem medialen Bruch.

Bei dem lateralen Bruch, der übrigens sehr selten vorkommt, befindet sich der eigentliche Bruch im äußeren Teil des Schenkelhalses und somit auch außerhalb der Gelenkkapsel.
Diese Art der Fraktur entsteht häufig durch Unfälle oder Stürze, gerade auch bei jüngeren Menschen. Der allgemeine Blutverlust kann hierbei relativ groß sein.

Der mediale Bruch hingegen befindet sich hingegen fast immer mittig des Schenkelhalses und somit auch in der Gelenkkapsel.

Die Schenkelhalsfraktur wird allerdings nicht nur nach dem Ort des Bruchs, sondern auch nach der Schmerzintensität und Belastbarkeit unterschieden – > stabile oder instabile Form der Fraktur.

Die stabile Fraktur weist meist keine durch den Bruch verursachte Fehlstellung des Beines auf und somit sind die Schmerzen relativ gering. Das Bein ist außerdem belastbar, d. h. man kann auftreten und teilweise sogar laufen.
Bei dieser Form der Fraktur wird nur sehr selten operiert.

Bei der instabilen Fraktur hingegen sind die Schmerzen meist recht stark, da sich die gebrochenen Stellen weiter verschieben können. Das hat zur Folge, dass das Bein kaum oder gar nicht belastet werden kann. Eine Operation ist hier fast immer angezeigt.

Ein Schenkelhalsbruch ist so gut wie immer an eine lange Heilungszeit geknüpft – doch wie kann man den stabilsten Knochen des Menschen schnell wieder zur eigenständigen Heilung anregen?
Bei einer Fraktur des Schenkelhalses wird – je nach Operationsverlauf – schnellstmöglich mit der Krankengymnastik angefangen, damit sich unter anderem die Muskulatur nicht verringert. Denn ein guter Muskel stärkt und hält den Knochen – wer also lange Zeit im Bett liegt, verringert die Masse der Muskulatur und erhöht außerdem die Gefahr von Thrombosen.

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