Kinderlähmung / Poliomyelitis

Die Kinderlähmung ist eine Virusinfektion, die mit teils mit starken Komplikationen verlaufen kann. Schwere Lähmungserscheinungen sowie lebenslange Schädigungen können die Folge einer Infektion sein.

Wie kann man sich infizieren?
Fehlt der Impfschutz und kommt man in Kontakt mit Menschen aus nicht geimpften Ländern oder reist man selbst in Gegenden, in denen Polio vorkommt, so ist ein erhöhtes Infektionsrisiko vorhanden.

Wer sollte geimpft sein?
Jeder sollte einen vollständig aufgebauten Impfschutz vorweisen können. Vor allem bei Kontakt mit Polio – Erkrankten sollte der Impfschutz aufgefrischt werden, auch Laborpersonal, medizinisches Personal oder auch Urlauber, die in Infektionsgebiete reisen, sollten an eine Impfung/Auffrischung denken!

Wann wird geimpft?
Als Impfstoff steht zur Zeit ein inaktivierter Polio-Impfstoff zur Verfügung, der in den Muskel injiziert wird.
Die erste Impfung sollte mit der Vollendung des zweiten Lebensmonats erfolgen. Es folgen Impfungen im 1. sowie im 2. Lebensjahr.
Im Alter von 8 -17 Jahren sollte eine Auffrischung der Impfung erfolgen.
Nebenwirkungen der Impfung können sein: Kopfschmerzen, Fieber sowie häufig Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle.

Die Inkubationszeit beträgt bei der Kinderlähmung etwa 3 – 35 Tage, die Übertragung erfolgt fäkal-oral wobei schlechte hygienische Verhältnisse das Ausbreiten der Infektion begünstigen.
Die Ansteckung mit Polio kann solange bestehen, wie das Virus ausgeschieden wird. Die Viren sind im Rachensekret frühestens 36 Stunden nach einer Infektion nachzuweisen. Die Ausscheidung der Viren durch den Stuhl beginnt nach 72 Stunden und kann sich über mehrere Wochen hinziehen.
Säuglinge polioinfizierter Mütter sind wegen des Vorhandenseins  übertragbarer IgG-Antikörper in den ersten Lebensmonaten gegen die Kinderlähmung immun.

Symptome der Poliomyelitis können sein: Übelkeit, Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe sowie eine motorische Schwäche.

Ein Virusnachweis erfolgt meist durch einen Rachenabstrich oder Stuhlproben.

Poliomyelitis ist eine meldepflichtige Erkrankung!

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