Humanes Papilloma Virus / HPV
Das humane Papilloma Virus gehört zur Gruppe der DNA-Viren, welche inzwischen in über 100 verschiedene Typen eingeteilt werden können. Sie gehören zur Familie der Papillomaviridae.
Wie kann man sich infizieren?
Das Virus infiziert die Epithelzellen der Haut sowie der Schleimhäute. Die infizierten Zellen können in eine unkontrollierbare Wachstumsphase geraten und ein tumorartiges Wachstum hervorrufen. Es treten aber auch Fälle auf, bei denen die Erkrankung vollkommen unbemerkt bleibt.
Da die Infektion mit dem HPV meist über Hautkontakt oder durch ungeschützten Sexualverkehr erfolgt, wird sie in die Gruppe der ” durch Geschlechtsverkehr übertragenen Infektionen ” eingeteilt.
Kondome bieten einen gewissen Schutz, allerdings nur, wenn sie den Kontakt mit den erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern können.
Von einer HPV-Infektion durch die gemeinsame Benutzung von Zahnbürsten und Handtüchern wurde berichtet.
Feigwarzen können durch HPV: 16,11,40,42,43,44,54,61,70,72 und 81 an den Stellen der infizierten Haut/ Schleimhaut entstehen.
Sie können sich wie folgt bemerkbar machen:
Oft sind die Beschwerden der Genitalwarzen vollständig asymptomatisch und eine Verwechslung mit anderen harmlosen Erkrankungen wie z.B. Hämorrhoiden ist möglich.
Selten kommen Symptome wie Juckreiz, Brennen, Blutungen und Fluor vor. Psychische und psychosoziale Reaktionen sind relativ häufig.
Allerdings kann es auch zur Bildung von bösartigen Zellveränderungen kommen. Zur Gruppe der möglicherweise krebsauslösenden HPV gehören:
16,18,31,33,35,39,45,51,52,56,58,59,68,73,82
Diese HPV-Erreger können den gefährlichen Gebärmutterhalskrebs auslösen, aber auch andere Krebserkrankungen wie z.B. Karzinome an Scheide, Penis oder auch im Analbereich sind häufig auf die HPV-Erreger zurückzuführen.
Bei Frauen die das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, kann die Infektionsrate bei bis zu 30 Prozent liegen.
Bei den über 30-jährigen kann sie laut Statistik immernoch bis zu 10 Prozent liegen.
HPV-Infektionen heilen oft innerhalb von Monaten oder Jahren ohne besondere Komplikationen ab. Ein hohes Risiko haben diejenigen, die ein geschwächtes Immunsysten haben und z.B. häufig erkältet sind. Auch Raucherinnen haben ein höheres Risiko, an HPV zu erkranken, da Rauchen bekannterweise das Immunsysten extrem schwächt.
Männer können sich natürlich auch mit den HP-Viren infizieren – nur gibt es hier kaum Zahlen, da Männer generell kaum Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Sie sind aber auch sehr häufig mit dem Erreger behaftet, nur wird die Infektion meist nicht bemerkt. Trotzdem sind Männer ebenso aktive Überträger von HPV wie Frauen.
Wer sollte geimpft sein?
Es wird von offizieller Seite her empfohlen, dass sich die Gruppe der 12 bis 17-jährige Mädchen gegen HPV impfen lassen sollten. Die Impfung erfolgt in 3 Impfdosen und sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein, da die Impfung nur vorbeugend wirkt. Bereits bestehende Infektionen können durch die Impfung nicht positiv beeinflusst werden.
Die doch recht hohen Kosten werden von manchen Krankenkassen für bestimmte Altersgruppen übernommen.
Ein stabiler Antikörpertiter kann für ungefähr 5 Jahre nachgewiesen werden, danach sollte die Impfung evtl. aufgefrischt werden. Als Impfreaktionen wurde von Fieber,Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle sowie Blutungen und Juckreiz an der Impfstelle berichtet.
Liegt eine Impfung vor, sollte jede Frau natürlich trotzdem die Standartvorsorge auf Gebärmutterhalskrebs in Anspruch nehmen, denn einen 100-prozentigen Schutz kann selbst eine Impfung nicht geben.
Mehr Informationen zum Thema HPV erhalten Sie hier:
Alle Mädchen gegen Krebs impfen: Vier (Frauen-) Ärzte zur HPV-Impfung

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